|
 |
 |
|
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 10,64 € |
10,08 € |
+0,56 € |
+5,56 % |
17.04/17:35 |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006305006 |
630500 |
- € |
- € |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Deutz neutral 31.10.2001
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Deutz-Aktie (WKN 630500) mit "neutral".
Das traditionsreiche Kölner Unternehmen habe einen tiefgreifenden Restrukturierungsprozess angestoßen. Schwierige Marktbedingungen und Kostenprobleme machten diesen "Relaunch" erforderlich. Die Ergebniseffekte würden mit 14 Mio. Euro im laufenden Jahr, 35 Mio. Euro in 2002 und 60 Mio. Euro in 2003 beziffert. Langfristiges Ziel sei eine nachhaltige EBIT-Marge von 7% im Kerngeschäft Motoren (Umsatzanteil 2000: 90%). Mit dem Verkauf der defizitären Industrieanlagensparte (10%) an eine internationale Investorengruppe sei ein erster Meilenstein erreicht. Weitere Schritte seien in Form von Kooperationen und dem Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Großaktionär Volvo (10%) geplant.
Die Zahlen für das 3. Quartal hätten auf ganzer Linie enttäuscht. So sei der Umsatz bei Motoren um 3% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen nach jeweils 5% Wachstum im 1. und 2. Quartal. Das Ergebnis nach Steuern sei nach der Zwischenerholung im 2. Quartal mit -12,3% Mio. Euro wieder tief in die Verlustzone zurückgefallen. Wenngleich Sonderabschreibungen das Bild über Gebühr getrübt hätten, dürfte auch im Schlussquartal unterm Strich kein Gewinn geschrieben werden. Dafür spreche vor allem der schwache Auftragseingang, der im Berichtsquartal mit 259 Mio. Euro mindestens 30 Mio. Euro unter Normalniveau geblieben sei. Durch den Rückkauf geleaster Fabrikhallen sei es zu deutlichen Verschiebungen in der GuV gekommen: Dem rückläufigen Leasingaufwand hätten erhöhte Abschreibungen und Zinsaufwendungen gegenübergestanden.
Die Zuwächse bei EBITDA und EBIT in 2001 und 2002 seien deshalb überzeichnet. Ergebnisfortschritte seien 2002 aber mit Blick auf die hohe Verschuldung trotz Konjunkturflaute notwendig und auch erreichbar. So werde die Auslastungsproblematik durch den Auslieferungsschub an Volvo (Motoren für Baumaschinen) wesentlich verschärft (Absatzplus rund 7%). Gleichzeitig seien erste durchschlagende Effekte des Deutz-Relaunch zu erwarten. Per Saldo setze man aus heutiger Sicht ein schwach positives Ergebnis an. In 2003 könnte der Bereich 0,20 bis 0,25 Euro je Aktie angepeilt werden. Eine deutliche Unterbewertung könne daraus jedoch nicht abgeleitet werden. EV/Umsatz oder Kurs/Eigenkapital lägen vielmehr auf Höhe vergleichbarer Titel.
Die Experten von Helaba Trust raten daher, die Deutz-Aktie "neutral" zu gewichten.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|